Furore – Panoramablick auf die Amalfiküste

Sie haben schon von der Amalfiküste gehört? Sie ist wunderschön, mit fantastischen kleinen Gemeinden, die direkt an die Felswand geklebt wirken. Eines von ihnen ist das Örtchen Furore. Versteckt ist es gelegen, an einem Fjord. Doch die versteckten Schätze sind ja meistens die besten. Kein Wunder, dass Furore aus den anderen Gemeinden an der Amalfitana heraussticht.

Der Weg nach Furore

Die Amalfiküste ist eine der schönsten Küsten Italiens. Die Amalfitana führt direkt an diesem Küstenstreifen entlang und verbindet jeden einzelnen Ort mit der Zivilisation. Die Amalfiküste ist bekannt für ihre bizarren Formationen, aber auch für die einzigartige Farbgebung sowohl in Bezug auf die Landschaft als auch in Bezug auf die farbenprächtigen Häuser, die sich so eng an den Felsen schmiegen. Von der Straße aus können bereits viele der Buchten, die so romantisch das Land begrenzen, gesehen werden. Doch nicht alle von ihnen sind frei zugänglich.

Wo wir uns eigentlich befinden? Die Amalfiküste ist im Golf von Salerno im Süden Italiens gelegen. Auch wenn man es nur als Gerücht kennt – an dieser Küste ist tatsächlich ein Ort schöner, faszinierender als der vorangegangene. Zudem lässt es sich nicht leugnen, dass jeder Ort Geschichte geschrieben hat, auf die eine oder andere Weise. Doch muss man nicht der Geschichte verschrieben sein, um ein Faible für die wunderbaren Orte zu haben. Auch heute wissen sie den Menschen für sich einzunehmen. Jeder einzelne Gast von Furore scheint umgarnt zu werden, um noch einige Stunden länger vor Ort zu verbleiben. Vielleicht sollte man beim nächsten Besuch doch einige Tage mehr einplanen? Glauben Sie es oder nicht: Auch Gäste, die schon öfter hier gewesen sind, finden immer noch Aufregendes, das Sie zuvor noch nicht entdeckt hatten.

Furore und seine Eckdaten

So klein wie man auf den ersten Blick vermuten mag, ist die Gemeinde Furore überhaupt nicht. Schließlich kann sie 1001 Einwohner (Stand: 31.12.2019) als dauerhaft bezeichnen. Sie ist in der Provinz Salerno, in der Region Kampanien gelegen. Richtig, es handelt sich hierbei um die südliche Westküste Italiens, ganz in der Nähe Neapels. Wie die anderen Ortschaften der Amalfiküste auch ist Furore Mitglied in den folgenden Vereinigungen:

  • Bergkommune Comunità Montana Penisola Amalfitana
  • I borhi più belli d‘Italia, was übersetzt „die schönsten Orte Italiens“ bedeutet

Furore ist umgeben von den Nachbargemeinden: Praiano, Amalfi, Conca dei Marini sowie Agerola (NA).

Die Meerseite und ihr einzigartiger Anblick

Richtig, die meisten Gäste des Ortes kommen über die Amalfitana nach Furore. Doch wer das Glück hat, sich Furore von der Meeresseite aus anzusehen, am besten gleich den ersten Blick von dort aus zu erhaschen, dem wird beinahe das Herz stehen bleiben, so fesselnd, so einnehmend ist dieser Anblick. Man kann kaum sagen, was Felsen und was Häuser sind, so innig sind sie ineinandergewirkt. Gerade von der Seeseite oder wenn man am Strand steht und die Felswände emporschaut, kann man zunächst den Eindruck gewinnen, man befände sich auf Phuket und nicht im mediterranen Italien.

Doch es ist nicht nur die Einheit zwischen Häusern und Felsen, die einen in den Bann zieht. Auch die fröhlichen Farben, in denen ein Teil der Häuser gehalten wird, ist beeindruckend. Man nimmt die frohen Schwingungen sofort auf und fühlt sich sofort heimisch. Ein Gefühl, das auch erhalten bleibt, wenn man den Ort betritt.

Und noch eines lässt diesen Ort ganz anders sein als alle anderen Orte auf der Welt: Furore ist in einem Fjord gelegen. Und dieser Fjord ist der einzige im mediterranen Raum! Schon dies macht diesen Ort absolut und unwiderlegbar einzigartig.

Ein Zuhause auf Zeit

Was von der Seeseite bereits merkwürdig anmutete, wird direkt vor Ort bestätigt. Man kann es sich kaum vorstellen, dass diese „Felsenhäuser“ immer noch dauerhaft bewohnt werden. Sie sind terrassenförmig angeordnet. Erreichen kann man sie über viele Treppen, die überall zu einer weiteren Ebene führen. Um sich in diesem Ort wohlzufühlen, ist es unabdingbar, dass man gut zu Fuß ist. Denn mit Fahrzeugen wird man hier nicht wirklich etwas. Die Anordnung der Häuser bedeutet nicht nur für Gäste, sondern insbesondere auch für die Einheimischen, dass alle Güter, alle Waren, die in die Häuser verbracht werden müssen, mit Muskelkraft dorthin zu schaffen sind. Was für die Einheimischen zur Gewohnheit geworden ist, kann für den Gast der Stadt eine Herausforderung darstellen.

Und doch ist es eine Ehre in diesem Ort seinen Urlaub verbringen zu dürfen. Aufgrund seiner Lage ist es in Furore nicht möglich, größere Hotelanlagen zu erbauen. Dies ist gemäss der Richtlinien des sanften Tourismus übrigens auch gar nicht erwünscht. Und doch ist die Terrassenartige Anordnung der verschiedenen Ebenen des Ortes, die den Bau großer Hotelanlagen (zum Glück) nicht erlauben. Es ist ganz einfach kein Platz für derartig große Bauten vorhanden. Selbstverständlich sind aber kleine Hotels bzw. private Unterkünfte verfügbar. Aufgrund der geringen Bettenzahl im Ort ist ein frühes Buchen ein absolutes Muss. Ebenso sollte man sich überlegen, ob man eventuell die gesamte Amalfiküste von hieraus erkunden möchte. Die anderen Ortschaften können über verschiedene Wanderwege am Wasser und vor allem auf den Bergkämmen mit den zum Teil Jahrhunderte alten Wanderwegen erreicht werden. Schlagen Sie hier Ihre Basis auf, von der aus Sie die Amalfiküste unsicher machen wollen. Sie werden es auf gar keinen Fall bereuen.

DER Panoramablick

In Furore gibt es eine Brücke, die 30m hoch ist. Sie verbindet die beiden Seiten des Bergkamms miteinander und ermöglicht es so, den Umweg über die Treppen und das Tal zu vermeiden.

Wer auf diese Brücke steht oder sich noch weiter oben auf dem Bergkamm über dem Ort befindet, wird mit einem Panoramablick belohnt, der seinesgleichen nicht kennt. Auf der einen Seite begrüßt Sie der Golf von Salerno. Mit einem guten Fernglas können Sie die einzelnen Ortschaften entlang der gesamten Küstenlinie unter die Lupe nehmen. Dies gilt natürlich auch für Schiffe, die den Golf gerade durchqueren. Somit ist der Bergkamm nicht nur ein perfekter Ort für Wanderer und Freunde der gebirgigen Region an sich. Freunde der Fotografie sowie all jene, die sich im Anblick des Meeres verlieren können, sind hier oben am richtigen Platz. Sicherlich mag es etwas mühselig sein, die gesamte, notwendige Fotoausrüstung an den „perfekten“ Ort zu verbringen. Die dabei entstehenden Bilder werden aber die optimale Entschädigung für diese Anstrengung sein.

Sie denken, alle Gäste des Ortes kommen hierher, um Erinnerungsfotos zu machen? Mit Nichten! Wer die vielen Treppen oder steile Aufstiege nicht gewohnt ist, bleibt gerne auf Meeresebene. Aufgrund des wundervollen Badestrandes innerhalb des Fjords ist dies nur allzu verständlich. Der Strand ist geschützt durch den Fjord und damit ruhig und auch für Familie eine Wohltat. Der feine Sand lädt Kinder förmlich zum Spielen ein. Und selbstverständlich gibt es an der Uferpromenade sowie in der „Unterstadt“ viel zu entdecken und zu erleben. Hier unten spielt das Leben. Dort oben auf dem Berg und auf der Brücke lockt das Fernweh, ruft die Weite der Welt.

Die 30m hohe Brücke lässt sich übrigens auch vom Strand aus vorzüglich ablichten. Als „Schlussstein“ des Fjordes brilliert sie auf diversen Einstellungen. Kein Wunder, dass sie ein beliebtes Postkartenbild aus Furore darstellt.  Aber die eigenen Fotos sind doch immer noch die schönsten, nicht wahr?

Sicherlich ist der Panoramablick über den Golf von Sareno etwas Besonderes. Genauso besonders ist allerdings auch der Blick vom Ort auf den Fjord. Dabei können innerhalb Furores diverse Standorte eingenommen werden. Dabei ändert sich nur der Blickwinkel. Die Faszination bleibt die Gleiche.

Die Kunst am Dorf

Die Einwohner Furores haben einen Sinn für Kunst. Nicht nur an der bereits vorhandenen Kunst und ihrem Erhalt sind sie besonders interessiert. Sie freuen sich auch über neue Kunstgegenstände, Gemälde und künstlerischen Vorstellungen. So wird in jedem Jahr ein besonderes Kunst-Event gefeiert. Zu diesem werden Künstler aus aller Welt eingeladen, um ihre Kunstwerke in das Ortsbild zu integrieren. Jeder Besucher, der der Kunst zugeneigt ist, sollte sich für dieses Event Zeit nehmen.

Furore und seine Berge

Jeder, der die Berge Italiens kennt, weiß, dass sie von Wanderwegen durchzogen sind. Diese sind zum Teil sehr alt und wurden schon im Mittelalter genutzt. So sind auch heute die Freunde des Wanderns und der Natur noch sehr aktiv in dieser Region. Doch auch der Tourist kann sich auf verschiedene Routen, die durch Furore ziehen, aber auch in seinem Umland entlanglaufen, von der einzigartigen Landschaft in den Bann ziehen lassen. Kombinieren Sie den sportlichen Aspekt mit dem Respekt vor der Natur und ziehen Sie einfach los. Vergessen Sie auf diesen Ausflügen aber nicht, ausreichend zu trinken mitzunehmen. Auch wenn wir uns an der gebirgigen Küste befinden und ein laues Lüftchen immer zu erwarten ist, haben wir es mit mediterranen Temperaturen zu tun, die den Wanderer unbemerkt dehydrieren können.

Die Sehenswürdigkeiten, die man nicht vergessen darf

Viele Gäste des Ortes sind so fasziniert von der Architektur, dem Fjord und der Bergkette, dass sie die eigentlichen Sehenswürdigkeiten vergessen. Das ist zwar nicht schlimm. Doch sollte man zumindest von ihnen gehört haben.

  • Fiodor di Furore: Über die Brücke haben wir ja bereits gesprochen. Wer es tatsächlich schaffen sollte, Station in Furore zu machen, diese Brücke aber nicht einmal von Weitem abzulichten, stand vermutlich stets mit dem Rücken zur Brücke. Anders wäre es nicht zu erklären, da sie für gewöhnlich alle Blicke auf sich zieht.
  • Cantine Marisa Cuomo: Eigene Weinberge, eigene Kelterei, fantastische Küche und ein gemütliches Ambiente. Entspannen Sie hier nach einem aufregenden Tag. Es lohnt sich.
  • Passegiatta dell’Amore: Viele kleine romantische Wege für durch den Ort und drumherum. Sie sind aber nicht nur für Verliebte eine Offenbarung. Nutzen Sie all die kleinen Wege und entdecken die versteckten und offen dargestellten Zeichen, die die Liebe zum Leben und zu den Menschen ausdrücken. Diese Wege gehen ans Herz und eröffnen einem die Liebe zur Schöpfung auf ganz neue Weise.
  • Chiesa di San Michele Angelo
  • Chiesa di San Giacomo
  • Chiesa di Sant’Elia Profeta
  • Amfusco Ceramiche: Keramik und deren Herstellung besitzt einen hohen Stellenwert in dieser Region. Schauen Sie einfach einmal: Vielleicht finden Sie ja tatsächlich ein kleines Souvenir.
  • Ziplines und Hochseilgärten: Die hiesige Region ist bestens für diese Zwecke geeignet. Hochseilgärten sind nicht nur etwas für Kinder. Auch die Erwachsenen haben Spaß daran. Probieren Sie es aus. Und wenn Ihnen schon beim Zuschauen die Knie weich werden, dann belassen Sie es beim Zuschauen. Auch das Beobachten der Menschen in luftiger Höhe kann viel Spaß bereiten. Mittels der Seilbahnen kann man von einer Ebene zur anderen gelangen. Vielleicht ist dies ja doch etwas für Sie und einen bequemen und gleichzeitig aufregenden Abstieg.
  • Wandern, Wandern, Wandern: Nicht nur örtlich begrenzte Wanderwege können Sie finden. Diverse Wanderwege, die zum Ort führen, beginnen in einem der anderen Ortschaften der Amalfiküste. Ob Ihre Ausgangsposition sich hier oder in einem anderen Ort befindet, ist nicht wichtig. Aber für den versierten Wanderer ist es wichtig, alle Orte der Küstenstrecke einmal besucht zu haben. In kleinen oder größeren Etappen lässt sich dieses Ziel auch in einem Kurzurlaub erreichen. Denken Sie an festes Schuhwerk sowie Proviant und Getränke. Dann kommen Sie immer sicher ans Ziel. Sollten Sie diesbezüglich Bedenken haben, sagen Sie beim Empfang Ihrer Unterkunft Bescheid, welche Teilstrecke Sie sich vorgenommen haben. Sollten Sie nicht zu einer vereinbarten Zeit wieder im Quartier sein, kann man nach Ihnen suchen gehen. Auch dies gehört zur italienischen Gastfreundschaft.

Furore, ein Ort an der Amalfiküste, direkt an der Amalfitana gelegen

Es gibt keinen Zweifel – wer sich an der Amalfiküste befindet, sollte sich verpflichtet fühlen, auch Furore einen Besuch abzustatten. Furore überrascht mit seiner Größe, die durch die Lage im Fjord vollkommen unterschätzt wird. Lassen Sie sich bezaubern von der Lage, den Bergen, den in den Fels gebauten Häusern und vor allem von der sagenhaften Gastfreundschaft der Menschen dieses Fjords. Ob auf einen kurzen Abstecher oder mehrere Tage, in Furore werden Sie auf jeden Fall entspannen können und die Ruhe erhalten, die Sie sich für diesen Urlaub erhofft haben. Buchen Sie aber rechtzeitig – Furore kann nur recht wenige Quartiere anbieten und ist sehr gefragt. DAS verstehen alle Liebhaber dieses Örtchens.

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