Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana

Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana

Sie ziehen die Amalfiküste als Ferienziel in Betracht? Eine sehr gute Wahl. Haben Sie sich auch schon überlegt, welcher Ort es werden soll? Wenn Sie das Baden, Schwimmen und das Strandleben lieben, sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich nicht für Maiori entscheiden wollen. Denn hier werden Sie den längsten, zusammenhängenden Strandabschnitt der gesamten Amalfiküste vorfinden. Für echte Wasserratten ist dies der beste Ort zum Spaßhaben und Planschen.

Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana
Die Mittelmeermöwe ist weit verbreitet. Hier die adulten Tiere in weiss-grau und die juvenilen im braunen Federkleid.

Grundlegendes und auch ein bisschen Historie

Sie haben bereits einiges von Maiori gehört? Vielleicht kommen Ihnen die folgenden Fakten dann ja ein wenig bekannt vor.

Maiori liegt an der so genannten Almalfi Küste. Sie hat ihren Namen von der einstigen Amalfi-Republik erhalten, die sich über eben diesen Küstenstreifen erstreckte. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass diese Region vermutlich auch vor der Amalfi-Republik bereits bevölkert gewesen ist. Kein Wunder, denn die Küstenregionen des Mittelmeeres waren bereits in der Antike für ihren gut organisierten, weitläufigen Handel bekannt. Man könnte auch sagen, dass die Römer eine sehr gut erschlossene Region übernommen haben.

Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 16km² und beherbergt 5.514 Einwohner.

Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana
Die gebirgige Landschaft rund um Maiori wird gut ausgenutz. Hier in Form von Terrassen mit Zitronenhainen. Die Menschen wissen sich zu helfen mit steilen Treppen oder Liften.

Trotz der ansehnlichen Größe der Gemeindefläche haben wir es mit einem Ort zu tun, in dem der Hauptwirtschaftszweig der Tourismus ist. Daneben finden wir Landwirtschaft in Form von Zitronenplantagen, Weingütern sowie Gemüseanbau. Wie es sich für einen Ort an der Küste gehört, ist auch der Fischfang noch recht bedeutend, mittlerweile aber kein wirtschaftliches Hauptstandbein der Stadt mehr.

Während der Sommermonate legt eine regelmäßige Fährverbindung von Maiori nach Capri ab. Ansonsten erreicht man den Ort über die Amalfitana, der SS 163, die westwärts nach Sorrent führt. Alle Ort, die zur Amalfiküste gezählt werden, werden von der SS 163 durchkreuzt.

Schaut man genauer hin, wird man feststellen, dass sich Maiori aus den folgenden Ortsteilen zusammensetzt:

  • Vecite
  • Erchie
  • San Pietro
  • Ponteprimario
  • Santa Maria delle Grazie

Sie möchten wissen, wer Maiori gegründet hat. Leider gibt es hierzu keine genaue Antwort. Waren es die Etrusker, die Griechen, die Picentiner, die Römer oder vielleicht der Langobardenprinz Sicardo? So genau weiß es niemand. Doch kann eindeutig gesagt werden, dass dieser Ort bereits vor sehr langer Zeit besiedelt wurde.

Ursprünglich wurde die Stadt Reghinna Major genannt, die Nachbarschaftstadt Reghinna Minor.

Man kann es nicht anders beschreiben: Alle Völker, die in irgendeiner Art hier Fuß fassten, haben die Ortschaften entlang der Amalfiküste geprägt. Zum Ende des römischen Reiches mussten die Orte einen Weg finden, eigenständig zu überleben. Im Zeitraum zwischen 830 und 840 waren all diese Orte in der Amalfischen Republik zusammengefasst. Innerhalb dieser Republik durfte jeder Ort seinen Namen und auch die administrative Eigenverantwortung beibehalten. Trotz der Eigenständigkeit wurde jedem Ort innerhalb der Republik eine spezifische Aufgabe zugeteilt.

Das Konvent Santa Maria de Olearia wurde im Jahr 973 im Ortsteil Capo d’Orso gegründet. Im Jahr 1204 fand man die Statue der Santa Maria a Mare direkt am Strand von Maiori vor. Im Jahr 1222 wurden mehrere Abteien erbaut, die leider nicht mehr erhalten sind. Die Pisaner, eine stark mit den Amalfinern verfeindete Familie, plünderte im Jahr 1286 die Stadt. Im Jahr 1343 gab es in dieser Region ein sehr starkes Seebeben, das viel Schaden hinterließ. Es wurde fast direkt von der Pest im Jahr 1348 verfolgt. Das Jahr 1405 hielt den Bau des Gebäudekomplexes von San Francesco bereit.

Im 16. Jahrhundert entstanden hier die ersten Papiermühlen der Region. Die folgenden Jahre waren geprägt von Angriffen durch die Spanier, aber auch den Franzosen. Das Jahr 1656 war von einer weiteren Pestepedemie geprägt, die schwere Verluste mit sich brachte. Erst im Jahr 1860 schloss sich die gesamte süditalienische Region dem Italienischen Reich an.

Aufgrund des langgezogenen Strandes wurde Maiori von den Alliierten ausgewählt, um eine Basis in Süditalien aufzubauen.

Es zeigte sich im Laufe der Geschichte immer wieder, dass der langgezogene Strand auch einen großen Nachteil mit sich brachte. Denn Überschwemmungen und große Fluten können nicht aufgehalten werden. Sie rollen ungehindert auf den Strand und damit auch auf die Stadt zu. Ohne Vorwarnung kam es immer wieder zu schweren Schäden.

Ja, die Geschichte der Stadt war sehr ereignisreich, wie die aller Städte an der Amalfiküste. Besonders prägend ist für alle die Phase der Amalfi-Seerepublik gewesen. Doch auch die anderen Zeitepochen meinten es grundsätzlich gut mit Maiori. Aufgrund des intensiven Seehandels, der sich durch alle Phasen der Besiedelung, von der frühen Antike bis hin in die heutige Zeit, hindurchzieht, waren stets reiche, zum Teil adlige Handelleute in Maiori ansässig, die durch ihren Handel auch für gute Arbeit für das Volk sorgte.

Im Übrigen verfügt Maiori selbstverständlich auch über einen Schutzpatron. Es ist die Heilige Maria.

Aufgrund der verstärkten Bautätigkeit der letzten Jahre hat sich einiges in der Stadt verändert. So erhielt etwa der Fluss, der Reginna, ein neues Flussbett. Er erhielt zudem ein Dach aus Geranien.

Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana
Der Strand von Maiori ist teilweise sandig.

Was ist an Maiori so besonders?

Die erste Besonderheit dieses Ortes ist die Größe. Im Vergleich zu den anderen Orten dieses Küstenstreifens ist Maiori relativ groß, mit einer Einwohnerzahl von über 5000.

Die zweite Besonderheit ist der lange Sandstrand. Entweder verfügen die anderen Orte über einen Kiesstrand oder aber über recht kleine Sandstrände. Teilweise sind sogar nur Schwimmplattformen im Hafen vorhanden. Mit seinem langen Sandstrand spricht Maiori alle Altersklassen, inklusive der Kinder an. Dieser lange Sandstrand ist gewissermaßen sein Markenzeichen.

Maiori lockt nicht nur mit Meer und Strand. Vielmehr ist es die Ursprünglichkeit des Ortes, die so viele Menschen anlockt. Weiße, kleine Häuser, die rund um die imposante Kirche angeordnet sind, der alt-ehrwürdige Stadtturm, Zitronenbäume, Kräuter sowie der Duft beider, der die ganzen Straßen einnimmt – ja, so stellen wir uns Maiori und alle anderen Orte entlang der Amalfiküste vor. In Maiori, soviel können wir verraten, werden Ihre diesbezüglichen Vorstellungen zu 100% erfüllt. Nun ja, vielleicht hat sich das Stadtbild geändert. Vielleicht gibt es nicht mehr in jeder Straße das altvertraute Bild. Aber der alte Stadtkern hat sich überhaupt nicht verändert. Hier sieht alles noch so aus wie früher. Hier finden wir die unterschiedlichen Terrassen vor, auf denen die Häuser den Berg emporgebaut wurden. Die Terrassen, die nur über Treppen erreicht werden können. Lassen Sie sich nicht verunsichern – sie sind nicht mit den Treppen, die die Felsenküste empor zu den Wanderwegen führen, zu verwechseln. Diese sind mitunter tatsächlich recht steil. Für den geübten Wanderer stellen sie aber kein Problem dar.

Innerhalb der Stadt lässt sich der Alltag schnell abwerfen. Sicherlich liegt dies auch an den engen Straßen, den alten Häusern und dem Flair, das sich in jeder Pore der Stadt einsaugen lässt. Im alten Stadtkern kann man seinen Alltagsfrust nicht festhalten. Das ist einfach unmöglich. Genießen Sie das einfach, italienische Leben. Lassen Sie sich ein wenig treiben. Und „arbeiten“ Sie Ihre To-Do-Liste ab, die Sie sicherlich zu Hause erstellt haben, um möglichst viel zu erleben. Lassen Sie sich überraschen, wie Maiori es schafft hat, das Neue mit dem Alten zu verbinden. Denken Sie aber nicht zu viel darüber nach. Genießen Sie es einfach, auch das elegante, neue Hotel mit Pool, das Sie genauso im Ort finden können wie die einfache Bed&Breakfast-Pension im alten Stil. Jeder findet hier die passende Unterkunft für sich. Wie aber in allen Orten, die sich dem Sanften Tourismus verschrieben haben, ist auch hier insbesondere für die Hauptsaison eine frühe Buchung angeraten, um seine Wünsche umsetzen zu können.

Sport, Natur und das Meer

Diese drei Komponenten lassen sich sehr gut miteinander kombinieren. Für die sportliche Komponente sorgen das Meer mit vielen unterschiedlichen Wassersportarten, die vielen Wanderrouten, die sich sowohl gen Norden, gen Süden als auch gen Osten erstrecken. Genau genommen kann man die gesamte Amalfiküste auf Wanderschuhe ablaufen. Denn sie ist tatsächlich vom Anfang bis zum Ende mit Wanderwegen, die zum Teil schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar länger, bestehen, ausgestattet. Wer sich lieber auf das Fahrrad schwingt, muss die regulären Straßen nutzen. Die einzige Ausnahme ist das Mountain-Bike. Allerdings muss man sich über die Routen gut informieren, da sie sich oftmals mit den Wanderwegen überschneiden. Auf der öffentlichen Straße sollte der Radfahrer stets seine Sicherheit im Blick haben. Der Helm ist Pflicht. Zudem sollte man stets dafür sorgen, dass jeder Autofahrer einen gut sehen kann, auch wenn die Sonne tief steht. Gerade im Sommer sind die Straßen stark befahren, sodass die Sicherheit für den Radfahrer immer höchstes Gebot ist.

Sie trauen sich nicht alleine auf die Wander- oder Radwege? Das macht nichts. Es werden viele geführte Wandertouren und auch Radausfahrten angeboten. Melden Sie sich allerdings rechtzeitig an, denn diese Touren sind sehr beliebt, auch bei den Tagestouristen.

Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana
Die Wassertaxis an der Amalfiküste sind äußerst praktisch und häufig viel schneller als der Weg über die Amalfitana.

Apropos Touren …

Maiori eignet sich wunderbar als Ausgangspunkt, um nicht nur die Stadt selber, sondern auch die umliegenden Ortschaften und die Amalfitana besser kennenzulernen. Nutzen Sie die geführten Touren, die auch per Auto oder mit dem Schiff durchgeführt werden können. Gönnen Sie sich den Chauffeur für einen Tag, der zugleich Ihr Fremdenführer ist. Wer weiß, vielleicht werden Sie die Umgebung mit ganz anderen Augen kennenlernen können. Es ist immer gut, einige Tipps von einem Einheimischen zu erhalten. Nicht nur, dass es meist viel bessere Tipps sind als die aus dem Reiseführer.

Die Touren mit dem Schiff / Boot sind noch einmal etwas ganz anderes. Lassen Sie sich die Amalfiküste von ihrer besten Seite zeigen – nämlich von der Wasserseite. Sicherlich werden Sie ohnehin schon ein positives Bild von dieser Urlaubsregion haben. Aber wenn Sie sich auf das Wasser begeben und einen Blick auf die Lichter der Ortschaften am Abend erhaschen können, werden Sie merken, wie Ihnen augenblicklich das Herz aufgeht. Glauben Sie es, wenn die Einheimischen Ihnen prophezeien, dass Sie dieses Bild nie wieder loslassen wird. In diesem Punkt haben die Einheimischen immer Recht!

Sehenswürdigkeiten – es gibt Sehenswürdigkeiten

In einer Stadt mit einem alten Stadtkern gibt es selbstverständlich auch Sehenswürdigkeiten, die man auf keinen Fall verpassen darf. Und wenn Sie der Meinung sind, Sie hätten alles Sehenswerte tatsächlich gesehen, fragen Sie vorsichtshalber noch einmal beim Portier oder im kleinen Café um die Ecke nach. Garantiert fällt den Einheimischen noch etwas ganz Besonderes für Sie ein.

  • Das Castello di San Nicola de Thoro-Plano: Das alte Schloss ist es wert, sich viel Zeit zu nehmen und durch das Gemäuer zu streifen. Wie üblich wurde es an einer strategisch optimalen Stelle erbaut. Dadurch können Sie heute die besondere Aussicht genießen.
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  • Santa Maria de Olearia: Mit äußerster Sorgfalt wurden diese Gebäude direkt am und im Fels gebaut. Für die damaligen Verhältnisse hat man beste Arbeit geleistet, um nicht nur für Schutz und Wärme zu sorgen. Auch die heiligen Bilder wurden mit Sorgfalt an die Wände gebracht und sind zum Teil heute noch zu bestaunen. Dieses alte Kloster hat viele Jahrhunderte überstanden. Es wird auch noch weitere erhalten bleiben.
  • Parrocchia di Santa Maria a Mare: Wenn man eine einfache Kirche in einem recht kleinen Ort erwartet und sich eine Kathedrale mit feinster Ausstattung und in bestem Zustand zeigt, darf man zu Recht sehr erstaunt sein. Viele Besucher drücken es so aus: „Diese Kathedrale ist weit mehr als ein Ort wie Maiori benötigen würde – aber atemberaubend.“ Mehr kann man wohl nicht dazu sagen, nur eines tun: Sie sollten sich diese Kathedrale auf jeden Fall mit eigenen Augen anschauen.
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  • Torre dei Normanni: Dieser Turm ist ein Überbleibsel der Normannzeit. Er kann besichtigt werden, was zu einem fantastischen Ausblick über die gesamte Bucht verhilft. Zugleich ist in dem Turm auch ein Restaurant untergebracht. Warum sollte man nicht gleich die Besichtigung mit einem zünftigen Essen kombinieren, wenn Sie schon einmal hier sind?
Maiori – schöner Sandstrand an der Amalfitana
Torre dei Normanni in Maiori

Ja, es sind jetzt nur einige Sehenswürdigkeiten aufgezählt worden. Ja, es wurde viel Wissenswertes über die Stadt an sich erzählt. Aber wissen Sie, was jetzt noch fehlt? Richtig – Ihre Überlegung, ob Sie nun in dieser Region, in dieser Stadt Urlaub machen möchten oder nicht.

Bedenken Sie, dass Sie ja nicht nur in einer Stadt Urlaub machen. Über die verschiedenen Verbindungswege können Sie auch alle anderen Orte an der Amalfitana schnell und unkompliziert besuchen und auf diese Weise noch mehr über die Region kennenlernen. Worauf warten Sie also noch?

Fotos: © wirtschaft.com, alle Rechte vorbehalten

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