Minori – bereits von den Etruskern begründet

Minori – bereits von den Etruskern begründet

Sie kennen die Geschichten der Amalfi-Seerepublik und haben sich schon immer einmal gefragt, wie es denn heute vor Ort aussieht? Dann sollten Sie die Gelegenheit beim Schopfe packen und den nächsten Urlaub genau hier verbringen – an der Amalfiküste. Minori ist einer der größeren Orte, die schon seit langem die Region bestimmen. Lassen Sie sich von der zauberhaften Umgebung, den Zitronenhainen, den Weinbergen und natürlich dem ewigen Charme des Meeres in den Bann ziehen. Sie werden sehen, ein neues Lieblingsurlaubsziel hat sich aufgetan. Wer dieser Region einmal verfallen ist, wird sich ihr nicht mehr entziehen können.

Minori – bereits von den Etruskern begründet

Minori – bereits von den Etruskern begründet  Minori – bereits von den Etruskern begründet

Das Basiswissen

Mit Stand 31.12.2019 konnte der Ort Minori 2.679 Einwohner verzeichnen. Damit gehört er zu den größeren Orten der Amalfiküste. Diese ist in der Provinz Salerno in der Region Kampanien gelegen. Dabei ist er zugehörig zu der Bergkommune „Communità Montana Monti Lattari -Penisola Sorrentina“. Als direkte Nachbarorte lassen sich Maiori und Ravello nennen.

Minori besteht aus den Ortsteilen: Via Torre, Villa Amena, Via Monte, Via Poppi, Montecita und Torre Paradiso.

Die Einwohner nennen sich selbst Minoresi.

Die Stadtfläche beläuft sich auf 2km².

Als Schutzpatron der Stadt wird Santa Trofimena genannt.

… ein wenig Geschichte

Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus wurde diese Gemeinde von den Etruskern gegründet. Jedoch wurde sie später von römischen Patriziern besetzt. Dies konnte durch archäologische Ausgrabung, die an der Villa Romana Maritima durchgeführt wurden, belegt werden. Die Villa Romana wurde zu Zeiten des Kaiser Augustus erbaut und stellt damit eine fantastische, geschichtliche Quelle dar.

Zu Zeiten der Amalfi-Seerepublik konnte auch Minori einen großen wirtschaftlichen Anstieg verzeichnen. Entsprechend stieg auch das Ansehen der adligen Herrscher sowie der Handelsleute. Täglich legten viele Schiffe ab. Viel Fracht wurde in diesem Hafen umgeschlagen. Direkter Handel wie auch Zwischenhandel standen auf der Tagesordnung. Alle Einwohner des Ortes konnten zu diesem Zeitpunkt sehr gut von den Aktivitäten innerhalb der Stadt leben.

Im Jahre 987 wurde Minori zur Diözesanstadt ernannt, was ihr einen weiteren Anstieg des Ansehens einbrachte.

Es war beim Bau der Stadt vermutlich Absicht, dass der Fluss Reghinna mitten durch das Stadtzentrum führt.

Unter anderem ließen sich Papiermacher und Müller an Flussverlauf nieder. Weitere Wirtschaftszweige, die der Stadt zu Ansehen und Reichtum verhalten. Und noch etwas ist mit der Ansiedlung der Müller in der Stadt „erschaffen“ worden – der Prototyp der heutigen Pasta! Es muss ein erstaunliches Bild gewesen sein, denn zur damaligen Zeit wurden die Nudeln noch in der Sonne mitten auf dem Platz vor den Gebäuden getrocknet. Es standen also bildlich gesehen überall Ständer mit Nudeln zum Trocknen herum. Noch heute sind die Pasta dieser Region sehr beliebt. Ein echtes Produkt aus Minori! Als Hafenstadt war es für die Minoresi selbstverständlich, zu den Pasta Meeresfrüchte zu verspeisen. Eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat und die ganze Welt begeistert.

Die Römer haben die Stadt geprägt. Denn in ihrer Blütezeit begannen die römischen Adligen, sich Sommerhäuser, Zweitwohnsitze und ähnliches in den schönen Regionen des Landes zu erbauen. So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auch in den Ortschaften an der Amalfiküste zusätzliche Wohnsitze erschufen. Selbstverständlich haben sie sich für ihre Villen die schönsten Plätze der Orte ausgewählt. So auch in Minori. Allerdings war dies auch mit einigen Hürden belegt. Denn viele optimale Plätze, so auch der Standort der Villa Romana in Minori, waren ausschließlich auf dem Seeweg zugänglich. Zudem wurden sie auf eine Weise in die Felsen gebaut oder auf das Grundstück gesetzt, dass sie vor den Augen der Piraten und anderen Seefahrern verborgen blieben. Diese Villa ist mit ihren 30 Zimmern, dem Brunnen im Esszimmer, dem feudalen Garten heute immer noch in einem sehr guten Zustand und ist zur Besichtigung freigegeben. Ein besonderes Highlight sind die eingebauten Sofas, die man nicht überall zu Gesicht bekommt.

Was macht Minori als Urlaubsort aus?

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Es ist richtig, dass Minori, wenn man diesen Ort mit den anderen an der Amalfiküste vergleicht, relativ groß ist. Auch wenn man es sich zunächst nicht vorstellen kann, ist es möglich, hier einen sehr entspannenden und erholsamen Urlaub zu verleben. Vergessen wir niemals, dass sich auch Minori dazu entschieden hat, den Sanften Tourismus anzubieten. Damit wird deutlich, dass sie sich konkret gegen einen Massentourismus, gegen das Überranntwerden von Tagesurlaubern sträuben. Sie wollen einen Urlaub mit Mehrwert anbieten. Und genau dies Umzusetzen ist ihnen bestens gelungen.

Nicht nur die kleinen und großen Gassen des Altstadtkerns lassen den Gast der Stadt in das typisch italienische Lebensgefühl eintauchen (oder in das, was wir uns darunter vorstellen). Aufgrund der mediterranen Witterung haben wir es einen ganzen Sommer lang mit einer großen Blütenpracht und dem alles überdeckenden Duft von Zitronen zu tun. Alleine diese Duftkombination bringt jeden Gast schnell in einen entspannten und entschleunigten Zustand.

Die Mühlen, die sich in den Anfangszeiten am Flussufer angesiedelt haben, besitzen heute zwar nicht mehr die große Bedeutung von damals. Doch hat sich die Tradition der Pasta-Bereitung gehalten. So ist es naheliegend, in dieser Stadt mit Gleichgesinnten einen Kochkurs zu belegen. Wo will man die italienische Küche besser erlernen als direkt vor Ort. Diesbezüglich sollten die Angebote vor Ort beachtet werden. Sie sind sehr beliebt, unterscheiden sich aber in Bezug auf die Ausrichtung, auf den kulinarischen Schwerpunkt. Gerne werden auch im Umland Kochkurs auf Landgütern angeboten, die dann ebenfalls einen bestimmten Schwerpunkt verfolgen oder aber mit dem ebenfalls beliebten Urlaubsthema „Wellness / Achtsamkeit / Entschleunigung“ einhergehen.

Sie sind ein Freund der Fotographie? Auch diese Urlaubserlebnisse können Sie in der Gruppe und mit Anleitung zum besseren, ja optimalen Urlaubsfoto genießen. Unter Freunden die optimalen Spots und Locations für die eigenhändig geschossenen Urlaubsfotos finden, sich mit Gleichgesinnten über die richtige, perfekte Belichtung usw. unterhalten – das alles klingt nach einem perfekten Urlaub. Auch entsprechende Tagesaktivitäten stehen zum Buchen für den spontanen Freund des Fotos bereit.

Der Gast und das Meer

Am Strand von Minori reihen sich die Sonnenschirme aneinander, genauso wie man es sich von einem Urlaubsort in Italien vorstellt. Natürlich gibt es aber auch ausreichend Bereiche, an denen man mit den Kinder einen ganz normalen Strandtag verbringen kann. Ballspiele, Baden und im Sand buddeln, all dies ist hier natürlich möglich. Was wäre ein Urlaubsort am Meer auch, wenn man sich dort nicht im kühlen Nass erfrischen könnte. Richtig – viele der neueren Hotels besitzen einen Pool. Aber diese beiden Optionen kann man ja nicht miteinander vergleichen, nicht wahr?

Minori – bereits von den Etruskern begründet

Sollten Sie das Bootfahren lieben, werden Sie hier voll auf Ihre Kosten kommen. Selbstverständlich gibt es verschiedene Optionen, einen oder mehrere Tage auf dem Wasser zu verbringen. Eigentlich sollte die Tagestour entlang der gesamten Küste von Amalfi eine Pflichtveranstaltung sein. Nur vom Meer aus kann man das volle Verständnis dafür bekommen, warum die ersten Siedler und Händler sich ausgerechnet an der eher unwirtlichen Küste niedergelassen haben. Doch gerade von Ferne wird es ganz offensichtlich. Zudem: Fotos und andere Schnappschüsse, die Sie von der Meerseite her aufnehmen können, sind etwas ganz Besonderes. Sie zeigen den wahren Charme dieser Küstenlinie, die auf den ersten Blick eher abweisend wirkt. Und doch lässt sich die Anziehungskraft, genau hier vor Anker gehen zu wollen auch heute noch nicht leugnen.

Aber nicht nur Kochkurse stehen hoch im Kurs. Auch Töpfer-Kurse und andere alte Gewerke, die man heutzutage wieder neu entdeckt, werden hier an den Interessierten vermittelt. In dieser Region stehen Traditionen, auch was das Handwerkliche anbelangt, als ein wichtiges Lebenselement bei den Einheimischen weit vorne. Es ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen, die Traditionen aufrechtzuerhalten. Dies ist in Bezug auf Handwerkliche Fähigkeiten, kulinarische Genüsse, aber auch Feiertage und religiöse Traditionen der Fall. Nein, der Urlaubsbetrieb wird durch die Feiertage natürlich nicht beeinträchtigt. Und doch werden diese Tage ein wenig anders ablaufen, das merkt man an jeder Straßenecke, insbesondere in der Nähe der Kirchen. Lassen Sie sich ruhig auf einen traditionell italienischen Tag ein. Diese Tage sind einfach bemerkenswert.

Minori – bereits von den Etruskern begründet

Der sportliche Aspekt eines Aufenthaltes in Minori

Niemand muss sich in Minori langweilen. Sicherlich gibt es viele kulturelle Aspekte, die auf der To-Do-Liste erscheinen sollten. Aber es gibt auch viele sportliche Betätigungen, denen man nachgehen kann. Im Vordergrund stehen in diesem Bereich das Wandern, das Radfahren und natürlich verschiedene Wellness-Angebote, wie Yoga, Qi Gong und Geh-Meditation. Insbesondere letztere ist in den Zitronenhainen eine wahre Wohltat. Das Lernen der Achtsamkeit gepaart mit wohldosierter Bewegung an der frischen Luft, umgeben vom zarten Zitronenduft ergibt einen doppelten Effekt. Denn auch später werden Sie, sobald Sie Zitronenduft wahrnehmen, stets in die entspannte Achtsamkeit verfallen, die Sie hier in Minori kennengelernt haben. Nutzen Sie diesen Effekt, um auch im Alltag ab und zu ein wenig zu entschleunigen. Ein Vorhaben, das niemals schaden kann.

Während die Radfahrer, egal ob Rennrad, E-Bike oder normales Fahrrad, in dieser Region auf die im Sommer stark befahrene SS 163, die Amalfitana und ihre Seitenstraßen, angewiesen sind, haben es die Wanderer wesentlich einfacher. Diverse Wanderrouten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad führen vom Ort fort. Möchten Sie die anderen Orte der Amalfiküste kennenlernen? Dann brauchen Sie nur der Ausschilderung folgen und kommen automatisch im Nachbarort an und so weiter. Dies kann selbstverständlich auch etappenweise vorgenommen werden, sodass Sie jede Nacht in einem anderen Ort der Amalfiküste verbringen. Eine sehr interessante Idee.

Selbstverständlich werden aber auch diverse Wanderrouten ausgeschildert, die „nur“ in die Natur führen und Ihnen die Sehenswürdigkeiten der Natur näherbringen. Viele Wasserfälle, viele Torbögen, viele natürlich gewachsenen Felsformationen – es gibt viel zu bestaunen im Hinterland von Minori.

Kombinieren Sie die Wanderungen gerne mit den Sehenswürdigkeiten der einzelnen Orte der Amalfiküste. Sie werden sehen, wie entspannend es nach einer langen Wanderung ist, sich die engen Gassen von Ravello, den Dom von Amalfi oder die Villa Rufolo in aller Ruhe anzuschauen, bevor man sich wieder auf den Heimweg nach Minori macht.

Wenn Sie sich an der Amalfiküste auf eine Wanderung begeben, überprüfen Sie zuvor, ob diese auch Ihrem Können entspricht. Viele Wanderrouten sind durchaus für alle Fitnesslevel gedacht. Damit können sie von jedem Gast begangen werden. Für andere wird eine gewisse Trittsicherheit vorausgesetzt, um zu gewährleisten, dass alle Teilnehmer gesund wieder nach Hause kommen. Für die erfahrenen Wanderer gibt es zudem noch weitere Optionen. Nein, man muss diese Touren nicht in einer Gruppe durchwandern. Jeder kann sich eigenständig auf den Weg machen, wenn er dies möchte. Aber manchmal ist es in der Gruppe doch auch ganz schön, nicht wahr?

Sehenswürdigkeiten, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten

Wie jeder Ort der Welt gibt es auch in Minori einige Sehenswürdigkeiten, die man einfach gesehen haben muss. Die nachfolgenden gehören auf jeden Fall dazu:

  • Die Piazza centrale minori: Dieser zentrale Platz des Ortskerns ist nicht nur sehenswert. Kleine Geschäfte laden zum Stöbern ein. Ebenso eignet er sich, um die Menschen, die sich in der Stadt bewegen, zu beobachten. Hier kann man die unterschiedlichsten Eindrücke sammeln.
  • Die Villa Romana et Antiquarium : Wollten Sie schon immer einmal einen Eindruck erhalten, wie die Patrizier hier ihre Sommer verbrachten, dann sind Sie hier genau am rechten Ort.
  • Die Basilica di Santa Trofimena: Relativ unscheinbar schaut sie aus den Häuserreihen hervor. Wenn man nicht weiß, dass sie sich dort im Hintergrund verbirgt, wird man sie nicht finden. Sie stellt eine wunderbare Kombination aus anspruchslos und liebevoll hergerichtet dar. Verweilen Sie am besten eine ganze Weile, um alle Einzelheiten in sich aufnehmen zu können. Es gibt viel zu staunen in diesem Gotteshaus.
  • Fontana dei Leoni: Sie befinden sich direkt auf der Promenade von Minori. Die Löwen, die diesen Brunnen zieren, sind die Kopie von den Löwen, die den Eingang der Kathedrale säumen. Sie werden als Mahnmal angesehen, um den Gläubigen zur Achtsamkeit, zur Nächstenliebe zurückzuführen.
  • Die Chiesa Santa Lucia, die Chiesa di San Michele Archangelo: Auch diese beiden Kirchen scheinen sich hinter ganz normalen Hausfassaden zu verstecken. Das Innere jedoch überzeugt mit dem schlichten Glanz, den wir von so vielen anderen Kirchen in Italien kennen.

Lassen Sie Minori ganz einfach auf sich wirken. Sie werden feststellen können, dass dieser Ort Sie mit seinem bescheidenen Charme in den Bann ziehen wird. Minori ist einer dieser Urlaubsorte, die man gerne bei einem zweiten und dritten Aufenthalt besser kennenlernen möchte.

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